Vorwort

Передмова українською мовою

Liebe Leserinnen und Leser, Шановні читачі з України,

ganz herzlich grüße ich Sie und hoffe, dass Sie gut durch den Sommer kommen.

  Die Berichte über die hohen Kirchenaustrittszahlen, haben auch viele Gläubige verunsichert.

Sie sind eine erschütternde Folge der Glaubenskrise unserer Gesellschaft. Für viele, die immer noch für sich unentschieden waren, ob sie austreten sollten oder nicht, waren die Missbrauchsskandale und das Fehlverhalten mancher Verantwortlicher der letzte Anstoß, die Kirche zu verlassen.

  Meiner Meinung nach sind die Gründe für die momentane Kirchenkrise woanders zu suchen. Diese Kirchenkrise resultiert aus einem Glaubwürdigkeitsverlust der Kirche insgesamt. Es ist fraglich, ob sich durch mehr oder weniger sinnvolle Strukturveränderungen und Infragestellungen von Wesenseigenschaften der Kirche diese Krise lösen lässt. Hier wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht.

  Zunächst muss es darum gehen, die christliche Botschaft wieder mehr in den Gemeinden lebendig werden zu lassen. Wir dürfen uns als Kirche nicht den weltlichen Strukturen anpassen, sondern uns immer wieder fragen, wie wir die christliche Botschaft in dieser sich permanent ändernden Welt leben können. Nicht durch Anpassung an die Welt werden wir Menschen für den christlichen Glauben gewinnen, sondern indem wir konsequent unseren Glauben leben. Wenn wir als Kirche nur noch so agieren und reagieren wie andere Gruppierungen in unserer Gesellschaft, dann verlieren wir mehr und mehr unsere Existenzberechtigung.

  Ich bin mir sicher, wenn sich unsere Kirche und damit wir alle wieder mehr auf ihre christlichen Wurzeln besinnen, wir diese Kirchenkrise überwinden können.  

Ihr

Peter Kroschewski, Pfarrer