Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,


lang ist´s her, dass für die Kirche St. Marien Sitzpolster angeschafft werden sollten. Jetzt ist es endlich soweit: In der kommenden Woche werden sie geliefert und plaziert. So mancher Herzenswunsch ist so in Erfüllung gegangen.
Vieles wird uns in diesem Jahr beschäftigen. Eines jedoch sollte unser Lebensthema sein:

Wer ist Jesus für mich?


Diese Frage stelt sich jeder und jedem Einzelnen und hat Konsequenzen auch für unser Pfarrei- und Gemeindeleben. Wir sind kein Haufen von Individuen, die sich zufällig zum Gottesdienst treffen, sondern wir sind Schwestern und Brüder, die als Gemeinschaft vor Gott stehen und ihm nahe sein dürfen. Eine besondere Rolle kommt dabei den Priestern unserer Pfarrei zu. Sie sind die Hirten, die die Gläubigen auf diesem Weg begleiten und leiten. Sie repräsentieren in besonderer Weise Jesus Christus, gerade dann, wenn sie mit und für die Gemeinde Eucharistie feiern. Wie der einzelne Pastor seine Gemeinde leitet, so leitet der Pfarrer die Gesamtpfarrei. Einen Priester zu einem bloßen Statisten zu degradieren, entspricht nicht unserem katholischen Selbstverständnis.
Manchmal merken wir erst, wenn jemand nicht mehr da ist, wie notwendig er eigentlich war.
Das ist natürlich auch eine Frage, wie wir grundsätzlich mit unseren Mitmenschen umgehen. Können wir den oder die andere als unseren Bruder / als unsere Schwester annehmen oder ist er oder sie für uns nur Mittel zum Zweck?
Diese Fragen und die Antworten darauf werden auch die Zukunft unserer Gemeinden mitbestimmen. Jeder und jede, der oder die sich in unseren Gemeinden engagieren will, wird dies nur tun, wenn wir tatsächlich eine Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern sind oder uns zumindest auf den Weg dorthin gemacht haben.
Vergessen wir nie, welch großartigen Bruder wir haben: Jesus Christus, den Sohn Gottes. Er nimmt uns an, so wie wir sind. Machen wir es ihm nach!
So wünsche ich Ihnen und allen, die Ihnen lieb und teuer sind, eine gute Zeit, heute, morgen und darüber hinaus.
Ihr
Peter Kroschewski, Pfarrer